Lotmontage ausloten

Ausloten mit der Lotmontage

Lotmontage ausloten
Ausloten mit der Lotmontage

Die Lotmontage ist keine wirkliche Montage zum Fisch fangen – zumindest nicht direkt. Sie dient dazu das Gewässer auszuloten. Die Bestimmung der Tiefe und der damit verbundenen Angelplatzauswahl kann darüber entscheiden, ob man mit Fisch oder als Schneider nach Hause geht. Daher möchte ich hier die Lotmontage kurz vorstellen.

1. Lotmontage

Für die Lotmontage benötigst du lediglich ein Birnenblei (siehe Angelblei) mit ca. 20 bis 30 g Gewicht und eine Pose mit einer Tragkraft von 20 bis 25 g. So geht die Lotmontage:

  1. Fädele das Birnenblei auf die Hauptschnur. Wichtig: Verwende einen Wirbel mit Karabiner am Birnenblei. So verhinderst du Verdrallen der Schnur!
  2. Befestige die Hauptschnur an der Pose
  3. Fertig!
Lotmontage ausloten
Ausloten mit der Lotmontage

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2. So funktioniert das Ausloten

Das Ausloten mit der Lotmontage ist reletiv simpel. Ich würde vorab empfehlen zunächst an deiner Rute bei ca. 50 cm oder 1 m eine Markierung zu machen (als Maßstab).

  1. Nun wird die Montage an der zu messenden Stelle ausgeworfen (Spule bleibt geöffnet).
  2. Sobald das Birnenblei abgesungen ist, wird die Schnur so weit eingeholt bis die Pose am Gewässergrund das Birneblei erreicht hat.
  3. Jetzt lässt man so lange Schnur frei bis die Pose an der Wasserfläche ankommt. Die Schnur, die abgelassen wird, entspricht der Gewässertiefe an der Stelle. Einfach oder nicht?

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3. Gründe für das Ausloten

Oftmals ist es notwendig sich eine Lotmontage zu basteln. Nicht an jedem Gewässer sind die Gewässertiefen bekannt. Bei uns an den Vereinsgewässern sind zwar Gewässerkarten vorhanden, aber diese sind a.) nicht vollständig und b.) nicht überall vorhanden. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man bestimmte Stellen Ausloten kann. So lassen sich Kanten und Hotspots schnell finden – auch ohne Echolot. Das Echolot ist zwar weitaus komfortabler, allerdings hat es 2 Nachteile:

  • Ein Echolot ist teuer
  • Nicht überall darf man ein Gewässer mit dem Boot befahren.

Übrigens kann man das Ausloten auch mit einer normalen Posenmontage machen. Der Nachteil davon ist allerdings, dass man immer wieder neu auswerfen muss, um den Posenstopper zu verschieben. Das dauert dann entsprechend lange.

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Christian
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Schöner kurzer Artikel der bestimmt einigen Anfängern weiterhilft. Nur finde ich 25g-30g als Birnenblei bei einer 20g Pose zuwenig. Ich selber tendiere da zu >60g.

lg
Chris

Mario
Gast

Ein sehr hilfreicher Artikel. Frohe Weihnachten, Jungs :)

Gruß Mario

Hagen
Gast

Hallo Christian,

sehr interessante Auslotmontage.
Ich werde auf jeden Falle Deinen Tipp ausprobieren.

Viele Grüße

Hagen
vom AFV 1990 Mölkau e.V.

skorpikrebs
Gast
skorpikrebs

Diese Lotmontage scheint mir sehr einfach . Ich werde sie auf jeden Fall demnächst ausprobieren .
Vile Grüße von
skorpikrebs

leo
Gast
leo

hallo aus den tiroler bergen,

diese art von ausloten hat meiner meinung nach einen großen nachteil überhaupt bei steil abfallenden seen wie sie bei uns in den bergen gang und gebe sind.
ich kann nie genau sagen wann sich mein schwimmer beim birnenblei befindet- meistens zieht man die ganze montage am grund weiter.
besser ist da die zeitaufwendigere montage mit einem stoper hinter dem blei.
oder habt ihr einen anderen trick?
petriheil aus tirol

Karl Kroeger
Gast
Karl Kroeger

Moin, moin.
Das System ist mit Sicherheit gut, doch leider passiert es bei mir immer wieder das beim Loten sich die Schnur verdrallt, egal ob monofil oder geflochtene Schnur. Habe schon einiges versucht bekomme es jedoch nicht in den Griff. Ich lote mit einem 80gr Blei und einer Makerpose von Korda mit einem Aufrieb von 30gr. Was kann ich tun.
Gruß, Karl

Jan
Gast
Jan

Hallo Konstantin,

für mich als Anfänger ist diese Montage sicherlich hilfreich in meiner Nähe (Rhein bei Lampertheim/ Worms) einige Hotspots ausfindig zu machen. Mir ist allerdings noch nicht ganz klar, wie die Schnurlänge beim Aufsteigenlassen der Pose gemessen wird. Wird die Schnur von Hand von der Rolle bis zur Markierung an der Rute abgezogen oder kann ich bei bekannter Übersetzung der Rolle (in meinem Fall 1:5,1) mit den Kurbelumdrehungen gerechnet werden?

Vielen Dank!
Jan

Heinrich Cremer
Gast
Heinrich Cremer

Super einfach, gut beschrieben, und wenn man den Hinweis mit dem Karabiner-Wirbel am Blei beachtet, und dass man auf der Rute eine metrische Markierung für den Schnurauszug für das Hochlassen der Pose anbringen sollte, und dass man dann die Auszüge für das Hochlassen der Pose bis zur Oberfläche auch noch mitzählen sollte, und diese dann nicht vergessen, sondern aufaddieren sollte, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Vielen Dank für diese einfache und praktische Beschreibung!